Passivhausfenster
Passivhausfenster verstehen und konfigurieren: warum Uw ≤ 0,80 W/(m²K) zählt, unsere Top-Profile Iglo Energy und bluEvolution 92, Verglasung und luftdichter Einbau.
Was ein Fenster passivhaustauglich macht
Das Passivhaus kommt praktisch ohne klassische Heizung aus — möglich wird das nur, wenn die Gebäudehülle Wärmeverluste radikal minimiert. Fenster sind dabei traditionell die Schwachstelle der Hülle, und genau deshalb gelten für sie die strengsten Anforderungen: Als Orientierungswert für passivhaustaugliche Fenster in unserem Klima hat sich ein Wärmedurchgangskoeffizient des Gesamtfensters von Uw ≤ 0,80 W/(m²K) etabliert — der Grenzwert, an dem sich auch die Komponenten-Zertifizierung des Passivhaus-Instituts orientiert.
Wichtig für das Verständnis: Uw beschreibt das komplette Fenster aus Rahmen (Uf), Verglasung (Ug) und Glasrandverbund — nicht nur das Glas. Ein Spitzen-Glas in einem mäßigen Rahmen ergibt kein Passivhausfenster. Und der Wert ist maßabhängig: Große Elemente mit hohem Glasanteil erreichen bessere Uw-Werte als kleine, rahmendominierte Formate. Die Kennwerte auf dieser Seite sind deshalb Systemwerte der Hersteller; den Wert Ihres konkreten Fensters bestimmen Maß und Glasaufbau. Die U-Wert-Grundlagen vertieft unser Ratgeber zu energieeffizienten Fenstern.
Unsere Top-Profile für das Passivhaus-Niveau
Für Passivhaus-Ambitionen führen wir mehrere Systeme, die mit entsprechender Dreifachverglasung Uw-Werte von 0,80 W/(m²K) und besser erreichen. Die beiden Empfehlungen: das Drutex Iglo Energy mit 82 mm Bautiefe und Uw bis 0,79 W/(m²K) — ein Kunststoffsystem mit besonders dämmstarker Dichtungs- und Kammergeometrie — und das Salamander bluEvolution 92 mit 92 mm Bautiefe und Uw bis 0,73 W/(m²K), unser bautiefstes Standardsystem für maximale Dämmreserven.
Wer noch weiter gehen will, findet im Drutex Iglo Edge (82 mm) mit Uw bis 0,66 W/(m²K) unseren Bestwert im Sortiment; auch das VEKA Softline 82 MD erreicht mit bis zu 0,79 W/(m²K) das Passivhaus-Niveau. Alle genannten Werte sind Herstellerangaben zum jeweiligen System mit entsprechender Verglasung — der Konfigurator zeigt die Profile im Vergleich, und über den CTA unten starten Sie direkt mit vorausgewähltem Iglo Energy.
Drutex Iglo Energy
82 mm Bautiefe, Uw bis 0,79 W/(m²K) — unsere Kunststoff-Empfehlung für das Passivhaus-Niveau.
Salamander bluEvolution 92
92 mm Bautiefe, Uw bis 0,73 W/(m²K) — maximale Bautiefe und Dämmreserve im Standardsortiment.
Drutex Iglo Edge
82 mm Bautiefe, Uw bis 0,66 W/(m²K) — der Bestwert in unserem Sortiment.
VEKA Softline 82 MD
82 mm Bautiefe, Uw bis 0,79 W/(m²K) — die VEKA-Alternative auf Passivhaus-Niveau.
Die Verglasung: drei Scheiben, warme Kante, richtiger g-Wert
Ohne Dreifachverglasung kein Passivhausfenster: Zwei mit Edelgas gefüllte Scheibenzwischenräume und zwei Wärmeschutzbeschichtungen drücken den Glaswert auf Ug 0,5 bis 0,6 W/(m²K). Dazu gehört zwingend die „warme Kante“ — ein thermisch getrennter Randverbund, der die klassische Kältebrücke am Glasrand entschärft und Tauwasser in den Scheibenecken vorbeugt. Beides wählen Sie im Verglasungs-Schritt des Konfigurators.
Im Passivhaus-Kontext lohnt zusätzlich der Blick auf den g-Wert, den Energiedurchlassgrad: Südorientierte Fenster sollen Sonnenenergie ernten — hier ist ein höherer g-Wert bares Heiz-Geld, denn die solaren Gewinne sind Teil des Passivhaus-Konzepts. Nach Norden zählt dagegen fast nur der Dämmwert. Und damit die Südernte im Sommer nicht zur Überhitzung wird, gehört außenliegender Sonnenschutz von Anfang an in die Planung — Rollladen oder Raffstore lassen sich am Element mitbestellen.
Der Einbau entscheidet mit: luftdicht und wärmebrückenarm
Das beste Passivhausfenster verliert seinen Vorsprung durch schlechten Einbau. Im Passivhaus gelten deshalb zwei Einbaugrundsätze besonders streng: Erstens die luftdichte Anschlussfuge — innen dampfdicht verklebt, außen schlagregendicht und diffusionsoffen, dazwischen vollständig gedämmt; die Gebäude-Luftdichtheit wird beim Passivhaus per Blower-Door-Test nachgewiesen, und jede Fensterfuge zahlt darauf ein. Zweitens die wärmebrückenarme Positionierung: In gedämmten Wandaufbauten sitzt das Fenster idealerweise in der Dämmebene, sodass die Dämmung den Blendrahmen überdeckt.
Für die Praxis heißt das: Den Einbau nach anerkannten Regeln (RAL-Montage) ausführen lassen und die Einbauebene mit Planer oder Energieberater festlegen, bevor bestellt wird — sie beeinflusst Rahmenaufbauten und Anschlussdetails. Das Fensterelement selbst konfigurieren Sie millimetergenau online; Einbauzubehör und Details klärt im Zweifel unsere Beratung.
Lohnt sich das Passivhaus-Niveau auch ohne Passivhaus?
Ja — häufiger als gedacht. Auch wer „nur“ ein sehr effizientes Haus baut oder saniert, profitiert von Fenstern auf Passivhaus-Niveau: Die warme innere Scheibenoberfläche macht Sitzplätze direkt am Fenster uneingeschränkt nutzbar, Kaltluftabfall und Zugerscheinungen verschwinden, und die Heizlast sinkt dauerhaft. Gerade bei großen Glasflächen und bodentiefen Elementen ist der Komfortunterschied zwischen Uw 1,1 und Uw 0,7 deutlich spürbar.
Die Mehrkosten gegenüber einem guten Standardfenster sind überschaubar, weil die Basis — Dreifachglas, moderne Mehrkammerprofile — ohnehin Standard ist; bezahlt wird vor allem die bessere Rahmendämmung. Ehrlich bleibt festzuhalten: Ein zertifiziertes Passivhaus braucht mehr als gute Fenster — Hülle, Lüftungsanlage und wärmebrückenfreie Details gehören zum Konzept, das Planer oder Energieberater verantworten. Die Fenster dafür konfigurieren Sie bei uns mit Sofortpreis.
Checkliste: Passivhausfenster richtig bestellen
Die fünf Punkte, die aus einem guten Fenster ein passivhaustaugliches machen — von der Profilwahl bis zum Einbaudetail.
1. Profil wählen
Iglo Energy oder bluEvolution 92 als Empfehlung, Iglo Edge für den Bestwert — Systemwerte im Konfigurator vergleichen.
2. Glas maximieren
Dreifachverglasung mit Ug 0,5–0,6 und warmer Kante; g-Wert nach Orientierung optimieren.
3. Maße prüfen
Uw ist maßabhängig — große Glasanteile helfen; den Wert des konkreten Elements mit dem Planer abstimmen.
4. Sonnenschutz planen
Südliche Solargewinne brauchen sommerliche Verschattung — Rollladen oder Raffstore gleich mitbestellen.
5. Einbau sichern
RAL-Montage in der Dämmebene, luftdichte Fugen — der Einbau gehört zum Passivhaus-Konzept dazu.
Was kostet das? Sofortpreis im Konfigurator
Passivhaus-Niveau kostet weniger Aufpreis als gedacht: Basis ist das ohnehin übliche Dreifachglas, bezahlt wird vor allem die bessere Rahmendämmung. Die Profile Iglo Energy, bluEvolution 92 und Iglo Edge vergleichen Sie im Konfigurator direkt — mit Sofortpreis für Ihr Maß.
Fenster generell
ab 54,82 €Maße, Profil, Verglasung und Extras frei wählbar — der Preis wird live berechnet.
Häufige Fragen zu Passivhausfenster
Welchen U-Wert muss ein Passivhausfenster haben?
Als Orientierungswert gilt Uw ≤ 0,80 W/(m²K) für das komplette Fenster aus Rahmen, Glas und Randverbund — daran orientiert sich auch die Komponenten-Zertifizierung des Passivhaus-Instituts. Der konkrete Uw-Wert hängt von Maß und Glasaufbau ab.
Welche Profile bei Fensterblick erreichen Passivhaus-Niveau?
Unsere Empfehlungen: Drutex Iglo Energy (82 mm, Uw bis 0,79) und Salamander bluEvolution 92 (92 mm, Uw bis 0,73). Den Bestwert liefert das Drutex Iglo Edge mit Uw bis 0,66; auch das VEKA Softline 82 MD erreicht bis 0,79 W/(m²K) — jeweils Herstellerangaben mit entsprechender Verglasung.
Reicht Dreifachverglasung allein für ein Passivhausfenster?
Nein — Uw bewertet das Gesamtfenster. Zum Dreifachglas (Ug 0,5–0,6) müssen ein hochdämmender Rahmen und die warme Kante im Randverbund kommen; ein Spitzenglas im mäßigen Rahmen verfehlt das Passivhaus-Niveau.
Warum ist der g-Wert im Passivhaus wichtig?
Weil solare Gewinne Teil des Heizkonzepts sind: Südfenster mit höherem g-Wert ernten im Winter kostenlose Sonnenwärme. Nach Norden zählt fast nur die Dämmung — und nach Süden gehört außenliegender Sonnenschutz gegen sommerliche Überhitzung dazu.
Machen Passivhausfenster auch im Altbau Sinn?
Ja, wenn die Wand mitspielt: In gut gedämmten Sanierungen bringen sie spürbaren Komfort- und Effizienzgewinn. In ungedämmtem Mauerwerk sollte das Fenster nicht das wärmste Bauteil sein — die Abstimmung mit dem Energieberater gehört zur Planung.
Was kostet ein Passivhausfenster?
Der Aufpreis gegenüber einem guten Standardfenster ist moderat, weil Dreifachglas ohnehin Standard ist. Konkrete Zahlen liefert der Konfigurator: Profil wählen, Maß eingeben — der Sofortpreis erscheint direkt, für jedes unserer Passivhaus-Niveau-Profile.
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